Liebe Leserinnen und Leser unseres Newsletters,
der Sommer ist noch nicht vorbei. Manche von uns haben ihren Urlaub bereits hinter sich und sind wieder in den Alltag zurückgekehrt. Andere zählen vielleicht schon die Tage, bis ihre freie Zeit endlich beginnt.
So unterschiedlich unsere Urlaubszeiten auch liegen: Für viele ist der Urlaub eine wohltuende Zäsur im Jahr. Wir dürfen für einige Tage Abstand gewinnen, aus dem gewohnten Rhythmus heraustreten, neue Eindrücke sammeln und hoffentlich auch neue Kraft schöpfen. Und wenn wir zurückkehren, beginnt manches wieder neu. Der Arbeitsalltag nimmt Fahrt auf, Termine füllen den Kalender, Aufgaben warten - und auch in unseren Pfarreien beginnt nach den etwas ruhigeren Sommerwochen allmählich ein neues Arbeitsjahr.
Ein solcher Neubeginn ist häufig mit gemischten Gefühlen verbunden. Da ist neue Kraft und vielleicht auch Freude auf das, was vor uns liegt. Gleichzeitig fragen wir uns: Was wird in den kommenden Monaten auf uns zukommen? Was werden wir schaffen können? Und wo werden wir vielleicht an unsere Grenzen geraten?
In solche Situationen hinein gefällt mir das Wort aus Psalm 37: „Befiehl dem HERRN deinen Weg und vertraue ihm; er wird es fügen.“
Wir müssen nicht schon heute wissen, wie die kommenden Wochen und Monate verlaufen werden. Wir dürfen unsere Aufgaben anpacken und unsere Pläne machen. Aber wir müssen nicht alles allein tragen und nicht alles aus eigener Kraft bewältigen. Wir dürfen darauf vertrauen, dass Gott unsere Wege begleitet - im Urlaub und im Alltag, in Zeiten der Ruhe und in Zeiten großer Anspannung.
Langsam kündigt sich auch der Herbst an. Die Früchte werden reif und die Ernte wird eingebracht. Darin liegt ein schönes Bild für unser Leben und unseren Glauben: Wir dürfen säen, arbeiten und unseren Teil beitragen. Doch Wachstum und Frucht lassen sich nicht erzwingen. Vieles dürfen wir vertrauensvoll in Gottes Hand legen.
So wünsche ich allen, die ihren Urlaub noch vor sich haben, erholsame und gesegnete Tage. Allen, die bereits zurückgekehrt sind, wünsche ich neue Kraft, Mut und Zuversicht für die kommenden Aufgaben. Und uns allen wünsche ich einen guten und gesegneten Neubeginn in unserem Alltag und in unseren Pfarreien.
Ihr Ltd. Pfarrer Christian Montag |