Liebe Leserinnen und Leser unseres Newsletters,
wir befinden uns in diesen Tagen in einer besonderen Zeit des Kirchenjahres: Es ist Fasching – eine Zeit der Freude, des Lachens, des Feierns, der Masken und der Gemeinschaft. Und doch wissen wir: Diese Tage führen weiter. Sie gehen über in die Fastenzeit, in eine Zeit der Stille, der Besinnung, des Verzichts und der inneren Klärung.
Auf den ersten Blick scheinen diese beiden Zeiten kaum zusammenzupassen. Hier Ausgelassenheit, dort Ernst. Hier Feiern, dort Nachdenken. Und doch gehören Fasching und Fastenzeit als Christen ganz eng zusammen.
Denn beide haben etwas Gemeinsames: Sie erinnern uns daran, dass unser Leben mehr ist als Alltag und Funktionieren. Der Fasching lädt uns ein, das Leben zu feiern, Gemeinschaft zu genießen und das Herz leicht werden zu lassen. Die Fastenzeit lädt uns ein, innezuhalten, Ballast abzuwerfen, uns neu auszurichten und zu fragen: Was trägt wirklich? Was ist mir wichtig? Worauf kommt es an?
Beides – Feiern und Verzichten – hat im christlichen Glauben seinen Platz. Der Übergang vom Fasching zur Fastenzeit ist kein Bruch, sondern ein Weg. Ein Weg vom äußeren Trubel zur inneren Sammlung. Ein Weg vom bunten Lärm zur heilsamen Stille. Ein Weg, der uns Schritt für Schritt auf Ostern hinführt – auf das Fest des Lebens.
Wir wünschen uns allen, dass wir diese Zeit bewusst gehen: mit Freude im Herzen, mit Offenheit für Veränderung und mit Vertrauen darauf, dass Gott uns auf diesem Weg begleitet – im Feiern wie im Verzichten, im Lachen wie im Stillwerden.
Eine gesegnete Faschingszeit und einen guten, hoffnungsvollen Weg in die Fastenzeit!
Ihr Pastoralteam im SSB Obermain-Jura |