Liebe Leserinnen und Leser unseres Newsletters,
bunte Blätter, vom Wind verblasen und verweht, verkünden:
Es ist Herbst geworden. „Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.“ dichtet Rainer Maria Rilke vom Sommer, der sehr groß war, aber vorüber ist. Er richtet uns den Blick auf Ernte und Einkehr in ein Zuhause.
Jetzt feiern wir Erntedank als dankbares Staunen: Aus gewagter Aussaat und mühevoller Arbeit wurde wieder Frucht. Das will unsere Zuversicht wecken: Auch das „Säen und Arbeiten“ in menschlichen Beziehungen wird nicht vergebens sein. Frieden, die menschenfreundliche Atmosphäre in der Familie und am Arbeitsplatz, Gemeinwohl, das gelingt - all das braucht Menschen, die heute säen, ohne schon sicher zu sein, dass „es fruchtet“.
Vorbilder wie der heilige Franziskus von Assisi zeigen: Wer nicht die Faust ballen muss, um festzuhalten an Besitz und Ego, kann aus vollem Herzen aussäen und für viele fruchtbar wirken.
Sein Leben und das Zusammenleben vieler Menschen ist so gelungen.
Das Sterben von Franziskus am 3. Oktober vor 800 Jahren feiern wir als seinen Heimgang und sehen uns eingeladen:
Lebe doch auch im Blick auf das „Ewige Zuhause“ und säe mit vollen Händen und offenem Herzen aus, was Du sowieso nicht festhalten kannst beim Sterben – und Dein Leben wird helfen, dass andere Geschmack finden an dem, was hier schon wächst und einmal vollendet wird: Gelingendes Miteinander, menschenfreundliche Atmosphäre, Frieden.
Gottes Segen für Ihr Arbeiten und Zuversicht für Ihr Säen wünscht
Ihr Pfarrvikar Georg Birkel |